Übersicht über die Ereignisse von 1000-1763

1114
Boleslaw III. Krzywousty erzwingt den böhmischen Verzicht auf die Oberherrschaft über Schlesien.
1125
Heinrich V. stirbt, Nachfolger wird Lothar III., wodurch die Macht der Staufer vorläufig beendet wird und stattdessen eine Verbindung mit den Welfen entsteht. Er festigt die Oberhoheit des Reiches und fördert die Ostsiedlung.
1133
Lothar III. wird zum Kaiser gekrönt.
1135
Boleslaw III. Krzywousty nimmt auf dem Hoftag zu Merseburg von Kaiser Lothar III. Pommern zu Lehen.
1137
Lothar III. stirbt.
1138
Boleslaw III. Krzywousty stirbt. Nach der von ihm noch zu Lebzeiten geschaffenen Senioratsordnung wird Polen unter seine vier Söhne auf geteilt. Damit beginnt die Zeit der Teilfürstentümer, die bis 1320 andauern wird.
1190
Gründung des Deutschen Ordens (Hospital St. Marien der Deutschen Brüder zu Jerusalem), der 1198 in einen Ritterorden umgewandelt wird. Dem Orden wurde außerdem die sogenannte Exemtion verliehen, wodurch er in der kirchlichen Hierarchie aus der jeweiligen Zuständigkeit des Ortsbischofs herausgelöst und direkt dem Papst unterstellt wurde. Ordenszeichen ist das schwarze Kreuz auf weißem Mantel.

Lokation in Polen

1200
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Lokation 1200
Die Lokation – Besiedlung – Polens wird stark durch Aktivitäten des Deutschen Ordens befördert. Viele Städte werden nach dem deutschem „Magdeburger“ Recht gegründet. So spielt der Deutsche Orden neben seiner aggressiv-expansiven auch eine zivilisatorische Rolle.
1220
Friedrich II. wird vom Papst zum Kaiser gekrönt, dem er versprochen hatte, einen Kreuzzug zu unternehmen.

Deutscher Orden geht nach Polen

1226
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Deutscher Orden 1226
Der polnische Herzog Konrad von Masowien bittet den Deutschen Orden um Intervention gegen die heidnischen Pruzzen. Die Truppen des Ordens sollten ihm helfen, die Prussen nicht nur abzuwehren, sondern auch zu bekehren. Hermann von Salza, der Hochmeister des Ordens, lässt sich von Kaiser Friedrich II. das vom masowischen Herzog angebotene Kulmer Land feierlich übertragen und als Besitz mit allen Rechten eines Fürsten des Reiches in der "Goldenen Bulle von Rimini" festschreiben.
1227
Friedrich II. wird wegen seines mehrfach verschobenen und immer noch nicht durchgeführten Kreuzzuges vom Papst mit dem Kirchenbann belegt.
1229
Friedrich II., verheiratet mit der Erbtochter des Königs von Jerusalem, krönt sich zum König von Jerusalem, das er durch Verhandlungen vom ägyptischen Sultan bekommen hatte.
1229
Papst Gregor IX. erlässt die erste Kreuzzugsbulle gegen die heidnischen Pruzzen.
1231
Zwei Jahre, bis 1233, dauert die Eroberung des Kulmerlandes. Bau der Burgen Thorn, Kulm und Marienwerder. Bis 1400 wird der deutsche Orden ein Territorium erobern, das heutige Teile Nordpolens, Rußlands, Litauens, Lettlands und Estlands umfaßt. Der so entstehende selbständige Deutsch-Ordens-Staat wird bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts Bestand haben.
1233
Kulmer Handfeste. Verleihung des Stadtrechts an die Stadt Kulm nach dem Magdeburger Stadtrecht.
1234
Angesichts der militärischen Erfolge, erklärt Papst Gregor IX. in der Bulle von Rieti im Einvernehmen mit Kaiser Friedrich II. alles vom Orden eroberte Land zum Eigentum des Stuhles Petri, das dem Deutschen Orden - gegen die Zahlung eines Jahreszinses - mit allen Hoheitsrechten und Einkünften überlassen bleiben soll.

Die Schlacht bei Liegnitz

9.4.1241
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Schlacht bei Liegnitz 1241
Eine Schlacht ohne besondere Folgen wurde zum umstrittenen nationalen Symbol
1250
Friedrich II. stirbt. Sein Sohn Konrad IV., 1237 zum König gewählt, übernimmt die Herrschaft, stirbt aber schon 1254 an Malaria.
1253
Heiligsprechung des 1079 in Krakau getöteten Bischof Stanislaw.
1295
Der polnische Herzog Przemyslaw II. versucht die Einheit des Landes durch Krönung zum polnischen König wiederherzustellen, wird jedoch 1296 ermordet.
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