Übersicht über die Personen von 1945-2004

Tadeusz Mazowiecki

geboren18.4.1927
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Tadeusz Mazowiecki
Der studierte Jurist Mazowiecki war erst Journalist und Mitglied des Sejm. Nach 1978 war er Dozent an der „fliegenden Universität“. 1980/81 stand er an der Seite Lech Walesas, 1989 saß er erst am Runden Tisch, um dann Ministerpräsident zu werden. Er unterzeichnete die „Gemeinsame Erklärung“ und den Grenzvertrag.

Martha Michalek

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Martha Michalek
Vor ihrer Vertreibung vegetierten tausende Deutsche in polnischen Lagern.

Adam Michnik

geboren17.10.1946
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Adam Michnik
Adam Michnik wird als Oppositioneller und Mitglied der Solidarnosc mehrmals inhaftiert. 1988 nimmt er an den Gesprächen am „Runden Tisch“ teil und wird Mitglied des ersten freien Parlaments. 1989 gründet er die Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“, die er seitdem als Chefredakteur leitet.

Stanislaw Mikolajczyk

geboren1901 - gestorben1966
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Stanislaw Mikolajczyk
Stanislaw Mikolajczyk flüchtet 1939 ins Exil nach London und wird 1943 Ministerpräsident der polnischen Exilregierung. Nach dem Krieg kehrt er nach Polen zurück und tritt in die Regierung ein. Aufgrund seiner Opposition zu den Kommunisten flüchtet er 1947 in die USA.

Kazimierz Moczarski

geboren21.17.1907 - gestorben27.9.1975
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Kazimierz Moczarski
Der Offizier der polnischen Heimatarmee bekämpfte Hitler und wurde von Stalin eingesperrt. Er saß mit Jürgen Stroop, dem "Henker von Warschau" in einer Zelle und schrieb später ein Buch über ihn.

Urszula Muth

geboren23.4.1932
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Urszula Muth
Eine Posenerin mit deutschen Wurzeln

Alfons Nossol

geboren8.8.1938
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Alfons Nossol
Alfons Nossol stammt aus Oberschlesien und ging erst in eine deutsche, nach 1945 dann in eine polnische Schule. Er wurde Priester und knüpfte früh Kontakte zu protestantischen Theologen in Deutschland. Mit der Ökumene ging sein Engagement für die Versöhnung zwischen Deutschen und Polen einher.

Theodor Oberländer

geboren1.5.1905 - gestorben4.5.1998
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Theodor Oberländer
Oberländer machte zuerst Karriere als Ostforscher in Königsberg. Nach einem Zerwürfnis mit Gauleiter Erich Koch ging er zur Abwehr. Er wollte die deutsche Vorherrschaft in Osteuropa, die jedoch durch „Volkstumsrechte“ gemildert werden sollte. Nach dem Krieg war er als Vertriebenenpolitiker erst in Bayern, dann als Bundesminister tätig. In einer DDR-Kampage wurde er als Kriegsverbrecher angeprangert und schließlich von Adenauer entlassen.

Mieczyslaw Rakowski

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Mieczyslaw Rakowski
Der Politiker und Journalist Mieczyslaw Rakowski leitet von 1958 bis 1982 die Zeitschrift „Polityka“. 1981 wird er zum Stellvertreter von Ministerpräsident Jaruzelski und übernimmt 1988 dessen Amt. Wird 1989 im Amt abgelöst und gibt heute die Zeitschrift „Dzis“ heraus.

Adam Rapacki

geboren24.12.1909 - gestorben10.10.1970
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Adam Rapacki
Adam Rapacki tritt nach dem Krieg in die Polnische Sozialistische Partei ein, wird Mitglied des Zentralkomitees und des Politbüros und wird 1956 Außenminister der Volksrepublik Polen. Bekannt geworden ist er durch den „Rapacki-Plan“, in dem er eine kernwaffenfreie Zone in Mitteleuropa vorschlägt.

Marcel Reich-Ranicki

geboren2.6.1920
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Reich-Ranicki Marcel
Der Sohn polnisch-deutscher Juden hatte bei seiner Ankunft in der Bundesrepublik zwei große Koffer. In dem einen war sein polnischer Humor und sein polnisches Improvisationstalent, in dem anderen seine Liebe zur deutschen Literatur.

Heinz Reinefarth, "Der Henker von Warschau"

geboren26.12.1903 - gestorben7.5.1979
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Heinz Reinefarth
1942 scheidet Reinefarth aus der Wehrmacht aus und beginnt eine Blitzkarriere in der SS. Im Dezember 1943 wird er Höherer SS- und Polizeiführer in Posen und ist an der Niederschlagung des Warschauer Aufstands beteiligt. Nach dem Krieg ist er Kommunal- und Landespolitiker in Schleswig-Holstein.

Oskar Schindler

geboren28.4.1908 - gestorben9.10.1974
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Oskar Schindler
Der sudetendeutsche Oskar Schindler wandelte sich im besetzten Polen vom Kriegsgewinnler zum Menschenfreund und rettete mehr als 1000 Juden vor der Vernichtung. Er wurde sowohl in Israel als auch in der BRD hoch geehrt. 1993 setzte ihm Steven Spielberg in "Schindlers Liste" ein Denkmal.

Helmut Schmidt

geboren13.12.1918
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Helmut Schmidt
Schmidt bereitete die neue Ostpolitik mit vor. Unter seiner Kanzlerschaft wurde 1975 das Abkommen über Rentenansprüche und Aussiedler abgeschlossen. Zwei Jahre darauf besuchte Schmidt Auschwitz. Bei der Verhängung des Kriegszustandes im Dezember 1981 hielt sich Schmidt betont zurück.

Krzysztof Skubiszewski

geboren8.10.1926
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Krzysztof Skubiszewski
Als Außenminister setzt sich Krzysztof Skubiszewski in besonderer Weise für die deutsch-polnischen Beziehungen ein, prägt den Begriff der „deutsch-polnischen Werte- und Interessengemeinschaft“ und ist mitverantwortlich für den Abschluß des deutsch-polnischen Grenzvertrages.
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