1772 verliert Danzig seine vor der Stadt liegenden Besitzungen an Westpreußen und gerät als Handelsstadt in eine isolierte Stellung.
Bei der zweiten Teilung Polen nimmt der preußische Stadt Danzig gänzlich in Besitz. Aus Protest gegen diese Inbesitznahme verläßt die Familie Arthur Schopenhauers, eine berühmte Danziger Patrizierfamilie, die Stadt in Richtung Hamburg.
Während der Napoleonischen Kriege wird die Stadt erheblich zerstört und 1807 von den Franzosen eingenommen. Sie erhält von Napoleon - zumindest theoretisch - den Status einer freien Stadt, bleibt aber von französischen Truppen besetzt. Bei einer fast einjährigen Belagerung durch russische Truppen sterben im Jahr 1813 mehr als 5.000 Einwohner an Hunger, Kälte und den Folgen des Krieges. Im darauffolgenden Jahr verlassen die Franzosen die Stadt und Danzig verliert seinen Status als freie Stadt - 1815 wird sie erneut
Preußen zugeschlagen.
Unter der Herrschaft Preußens erlebt Danzig eine neue Blütezeit. Wirtschaft und Verkehr leben auf und durch den Ausbau des Hafens entwickelt sich eine verstärkte Handelsaktivität. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt die Entwicklung der Werftindustrie und Danzig erhält Anschluß an das
Straßennetz und die Eisenbahnverbindungen nach Bromgerg (Bydgoszcz), Köslin (Koszalin) und Warschau (Warszawa).
Ein erneuter Niedergang der Weichselstadt setzt mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs ein. Die Lebensbedingungen der Mensch ein Danzig verschlechtern sich und die Industrie stellt auf die Kriegsproduktion um, was 1917 zu einem Streik von 15.000 Arbeitern in der Rüstungsindustrie führt.