1308
Der Sündenfall des Deutschen Ordens

Wladyslaw I. Lokietek ruft den Deutschen Orden gegen die Brandenburger zur Hilfe, die Anspruch auf Pommerellen und Danzig erheben. Gemeinsam mit den Polen besiegt der Orden zwar die Brandenburger, beansprucht dann aber das zu Polen gehörende Territorium für sich.

1308 verlegt der Großmeister Siegfried von Feuchtwangen seinen Sitz von Venedig in die Marienburg/Malbork. Video Das Jahr 1308 ist das Jahr des Sündenfalls des Ordens. „Lokietek zerreißt den Vertrag“ heißt das Bild Matejkos, dass im historischen Museum zu Thorn/Torun hängt. Es hält jenes Ereignis fest, dass zum Zerwürfnis zwischen Videodem Deutschen Orden und seinen polnischen Gastgebern führt. Ausgelöst wird es durch einen Brandenburger, den Markgrafen Waldemar. Der besetzt im Jahr 1308 Pomerellen, das kurz zuvor

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Wladyslaw (Ellenlang) Lokietek

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Wladyslaw Lokietek dem Magnatengeschlecht der Swenzonen abgenommen hat, und belagert die Burg von Danzig /Gdansk. Wladyslaw Lokietek ruft den Orden, der noch als integer gilt, zu Hilfe. Die Kreuzritter erobern Danzig /Gdansk, die Burg und Pomerellen. Bei den Kämpfen werden auch polnische Ritter und Danziger Bürger getötet. Ein Vorgang, den die

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Die Marienburg
Deutscher Orden
Wladyslaw Lokietek
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Wladyslaw Lokietek

polnische Geschichtsschreibung als Blutbad vermerkt. Bisher hat sich der Deutsche Orden an die vereinbarten Regeln gehalten: Missionierung der heidnischen Pruzzen, Video Befestigung und Besiedlung des eroberten Landes, keine Gewalt gegen Christen und keine Eroberung von Gebieten, die von Christen bewohnt werden. Nun wendet sich der Deutsche

VideoOrden erstmals gegen sein Gastland. Er übergibt die Burg nicht an Lokietek und annektierte darüber hinaus ganz Pomerellen. Und er forderte von Lokietek eine überhöhte Summe für den Einsatz in Danzig, die dieser nicht zahlen kann. Lokietek zerreißt den Vertrag. Mit diesem Vorgehen des Deutschen Ordens beginnt der tiefe Konflikt, der über Jahrhunderte die Feindschaft zwischen Polen und Deutschen prägen wird. Zwar gehört der Orden nicht zum Deutschen Reich, aber Deutsche stehen an seiner Spitze, deutsche Ritter stellen in der Überzahl seine Mitglieder und deutsche Siedler, vom Orden ins Land gerufen, prägen seine Ländereien. So wird der Deutsche Orden in den Zeiten der Teilungen für Polen zum Symbol eines aggressiven deutschen Staatswesens, für den deutschen „Drang nach Osten“. Video Da Wladyslaw nicht bereit ist, die überhöhten Kriegskosten zu erstatten, löst der Deutsche Orden die Brandenburger Ansprüche im Vertrag zu Soldin mit 10.000 Silbermark

Grunwald 1410
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Die Schlacht bei Grunwald 1410

aus und behält Pomerellen und Danzig. Polen ist nun von der Ostsee abgeschnitten und der Deutsche Orden wird durch die Kontrolle des Ostseehandels noch reicher. Aber er hat gleich mehrere Gesetze gebrochen. Er kämpft gegen Christen und Deutsche und er okkupiert Land, das bereits christianisiert ist. Wladyslaw klagt bei der Kurie.

Erst 1321 bekommt er Recht, kann aber seine Ansprüche nicht durchsetzen. Die Besitznahme Pomerellens durch den Deutschen Orden bleibt ein Dauerkonflikt zwischen Polen und den Kreuzrittern. Kazimierz III. Wielki (der Große), der Nachfolger von WLadyslaw Lokietek wird 1333, im Todesjahr des Vaters, zum polnischen König gekrönt. Kazimierz schließt mit dem Orden 1343 in Kalisch / Kalisz Frieden und akzeptiert damit die Zugehörigkeit Pomerellens und des Kulmer Landes zum Orden; Kujawien und Dobrin werden wieder polnisch. Bis zum Jahre 1409 bleibt dieser Friedensschluss in Kraft. Doch der Konflikt zwischen dem Orden und Polen wird immer schärfer. Immer brutaler werden die Übergriffe des Ordens gegen einheimische Bauern, Ritter, Fürsten aber auch Bürger und immer größer wird die Schar seiner Feinde.

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